Künstler*in

Leo Bettina Roost

Digital Dada, 2025, Textzeichnung, Kreide, Kratzbild

Digitale Textkunst als neodadistische Strategie Manchmal übersetzt mein Handy nicht das, was ich diktiere.

Wie im historischen Dadaismus nutze ich Zufall und Irritation als Mittel, um traditionelle Bedeutungsstrukturen zu hinterfragen, wobei die technische Konfusion zum Ausgangspunkt wird und die Grenzen von Sinn und Verständlichkeit systematisch verrückt.

Ich benutze Übersetzungstools um gewollte Missverständnisse zu erzeugen und lasse den Zufall als gestaltendes Prinzip mitwirken. Der Algorithmus wird dabei zu meiner kreativen Partner:In. Ich akzeptiere nicht jeden Text nach der Rückübersetzung auf Deutsch.

Die so entstandenen Textgebilde sind poetisch, komisch und können irritierend wirken; Grenzen von Bedeutung werden aufgelöst und in Frage gestellt. Sinn und Verständnis der konventionellen Sprache gibt es nur noch fragmentarisch. Die Komik und Irritation entstehen durch die absurde Bildlichkeit, die aus der Zusammenarbeit mit dem Algorithmus erwächst.

In der künstlerischen Umsetzung wähle ich bewusst eine einfache handwerkliche Praxis.

Standort

Steigstrasse

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