Künstler*innen

Linus Maurmann & Luca Zeller

Fünf Augen starren aus Smartphones in den öffentlichen Raum. Plump und unübersehbar sind die Geräte mit Silikon und Montagekleber an die Plakatfläche geheftet – eine rohe, fast fleischliche Verschmelzung von Technik und Träger. Die Augen folgen jeder Regung, schwankend zwischen Wachsamkeit und Trägheit. Wer zu nah herantritt, löst ein blitzendes Foto aus, quittiert mit einem knappen „Danke“. Ein Sekundenhandel: Aufmerksamkeit gegen Spur.

Die Installation legt offen, wie Technologien Körper erfassen, Bewegungen vermessen, Präsenz in Daten übersetzen. PoseNet zerlegt den Menschen in Punkte, berechnet Muster, archiviert Vergleichswerte. Aus Koordinaten entsteht ein normiertes Bild des Subjekts – reduziert, fehlerhaft, blind für Vielfalt.

Doch gerade diese Fragmente genügen, um Verhalten zu interpretieren, Nähe als Interesse zu codieren, Gesten in Kategorien zu pressen. So wird der Blick zur Ware, die Aufmerksamkeit zur Ressource.

Standort

Bahnhofstrasse

Kontakt / Linus Maurmann

Kontakt / Luca Zeller

Der geöffnete Raum